Die Nachtmahr

Legst ruhend dich zum schlafen hin und freust dich auf die Nacht

doch plötzlich wird die Ruh gestört und du bist aufgewacht

Die Nachtmahr kam zu dir ans Bett und setzt sich an das Ende

im Dunkel und in Einsamkeit spürst du die kalten Hände

Hab keine Angst sie will nur spielen und die Nacht ist ihre Zeit

wenn sich die Sonne schlafen legt, dann macht sie sich bereit

Und hat Sie deinen Traum gestohlen und es dämmert wieder Licht

dann ist sie ganz schnell verschwunden, denn den Tag den mag sie nicht

Das was bleibt, sind deine Träume, so zerbrochen wie dein Herz

all die Hoffnung ist gestorben, was bleibt ist nur ein stummer Schmerz

Die Nachtmahr sie wird wiederkehren, denn deine Angst ist ihre Kraft

mit der sie jede Nacht aufs neue, böse Träume für dich schafft

Die Nacht

In so manchen stillen Nächten, wenn du schlaflos Wache hältst

ist da nur eine Leere und kein Traum in den du fällst

In der Ferne klingt ein Rauschen und das Leben liebt die Nacht

was des Tages Blicke scheut, wird in der Dunkelheit gemacht

Nur der Mond ist stiller Zeuge und die Sterne leuchten stumm

die Welt bricht ihre Regeln und die Schläfer bleiben dumm

Ihre grellen Träume lügen, bis der nächste Morgen graut

Die Nacht hat Spaß sie zu betrügen, weil keiner sie durchschaut

Die Stadt sie schläft, du wanderst einsam und erblickst die andere Welt

Keine Regeln, keine Liebe, tu nur das was dir gefällt

Dieser Rausch hat nie ein Ende, solang die Sonne noch nicht scheint

doch irgendwann passiert die Wende, Licht und Schatten sind vereint

Die Freiheit stirbt, der letzte Akt und die Moral im Rampenlicht

verlogen ist das Leben, scheinheilig sein Gesicht

Drum glaub nicht an die Götter, die das Tageslicht bewohnen

dein sind die stillen Nächte, mit all ihren Dämonen

Der Wolf

Wenn Dunkelheit die Erde trifft, dann dreht er einsam seine Runden

das Dorf hat Angst, der Wolf ist da, jetzt hat er euch gefunden

Zitternd sitzt ihr in der Stube und die Kerze flackert weise

Gestern war noch alles gut, doch heute seit ihr leise

Geht einer raus, dann ist´s vorbei

Ein kurzer biss, ein spitzer Schrei

Und eure Helden schweigen still

Weil doch keiner tot sein will

Und jede Nacht die gleiche Angst

Jahr für Jahr solang du kannst

Geh nicht raus dann bist du sicher

Bleib Zuhaus dort bist du frei

Der Wolf ist längst gestorben

Das was bleibt ist Tyrannei

Vielleicht hat´s niemals ihn gegeben

Und alles war nur Illusion.

Eure Ängste eure Sorgen, was für ein Hohn

Manch ein Schatten wirkt bedrohlich, wie ein Monster in der Nacht

Doch verliert er seinen Schrecken, wenn das Licht wird angemacht